Ralf Christoffers im Gespräch bei der Beeskower Basis
Ralf Christoffers im Gespräch bei der Beeskower Basis
Gelegentlich treffen in der LINKEN unterschiedliche Positionen aufeinander. Eines dieser Themen ist die CCS-Technologie und die geplante Verpressung von CO2 in Brandenburg. Der Wirtschaftsminister Ralf Christoffers, der maßgeblich an der Umsetzung dieses Vorhabens beteiligt ist, hat sich nun gestern den kritischen Fragen und der Ablehnung der Parteibasis in Beeskow gestellt. Über zwei Stunden haben rund 50 Genoss_innen mit Ralf und dem regionalen Landtagsabgeordneten Peer Jürgens diskutiert. Dabei ging es um die Sicherheitsfragen der Verpressung, die wirtschaftlichen Aspekte des Projekte, aber auch die zeitlichen Abläufe und den vorliegenden Referentenentwurf des Bundes-CCS-Gesetzes.
Unermüdlich stellten die Genoss_innen und auch die anwesenden Sympathiesanten in sehr sachlicher Atmosphäre detaillierte Fragen und stellten somit ihre Sachkenntnis bei diesem Thema unter Beweis. Ralf Christoffers stellte zum einen das Vorhaben CCS in den globalen Zusammenhang des Klimaschutzes und machte zum anderen klar, dass eine Verpressung noch in den Sternen steht. Zuvor sei aus seiner Sicht die Erkundung nötig, nach der er auch entscheiden kann, dass ein Endlager nicht möglich ist.
Auch wenn einige Fragen und Gerüchte geklärt werden konnten, blieben zentrale Fragen offen. So machte Peer Jürgens klar, dass der Koalitionsvertrag Beeinträchtigungen für Mensch und Umwelt ablehnt, diese aber noch nicht genau definiert seien. Auch stellte er die Frage, wer die Verfahren mit einem unabhängigen Blick überwachen werden. Beides müsse geklärt sein. Noch nach der Veranstaltung stand Ralf weiteren Fragen Rede und Antwort und auch wenn er keinen der Anwesenden überzeugen konnte, war viele zufrieden – schließlich gab es seit langem den Wunsch, mal direkt mit Ralf zu reden. Die LINKE der Region bleibt aber – so die einhellige Meinung nach der Veranstaltung – weiterhin eine Gegnerin des Endlagers.
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