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Zugang zum Master deutlich erleichtert!

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Zugang zum Master deutlich erleichtert!
Im Sommer 2010 haben SPD und LINKE auch aufgrund der großen Proteste gegen die Bologna-Reform das Hochschulgesetz in Brandenburg geändert und unter anderem den Übergang von Bachelor zu Master erleichtert. Nach mehr als einem Jahr zeigt sich jetzt der Erfolg. Dazu erklärt der wissenschaftspolitische Sprecher:
Aufgrund der rot-roten Hochschulgesetz-Änderung mussten alle Hochschulen im Land ihre Zugangs-Ordnungen ändern und zusätzliche Hürden beim Zugang auf ein Minimum beschränken.

Eine Analyse der Ordnungen zeigt nun, dass sich der Zugang zum Master deutlich erleichtert hat: Von den 163 Master-Studiengängen im Land haben 82 Studiengänge außer dem Bachelor-Abschluss keine weitere Zugangsvoraussetzung. Weitere 57 Studiengänge schreiben lediglich ein bestimmtes Sprachniveau vor – was angesichts von häufig englischsprachigen Studiengängen wenig verwunderlich ist.

Damit sind über 80% aller Master-Studiengänge in Brandenburg – bis auf wenige ausgewählte Spracheignungen – zugangsfrei. Somit wird nicht nur eine Forderung der Studierenden umgesetzt, sondern das entspricht auch der jahrelangen Forderung der LINKEN. Vor allem die Mindestnote als Bedingung für die Bewerbung wurde abgeschafft – das hat die LINKE in konstruktiven Diskussionen mit der SPD durchgesetzt.

Noch ist dieser Prozess jedoch nicht vollständig abgeschlossen. Einige Zugangsvoraussetzungen wie Motivationsschreiben oder Referenzen sind auch nach Auffassung der Landesregierung mit dem Hochschulgesetz unvereinbar. Diese Ordnungen müssen jetzt von den Hochschulen überarbeitet werden. Damit wird die Zahl der zugangsfreien Studiengänge am Ende sicher noch höher sein.