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Fachgespräch der Linksfraktion: Für gute Arbeit in der Wissenschaft!

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Fachgespräch der Linksfraktion: Für gute Arbeit in der Wissenschaft!

Seit einigen Jahren nimmt die prekäre Beschäftigung auch im Wissenschaftsbereich zu. Immer mehr befristete Verträge (ein Großteil davon nur 1 Jahr und weniger), eine immer größere Schere zwischen Männer- und Frauenanteil in den höheren Karrierewegen, immer mehr Akademiker ohne feste Anstellung oder in ausbeuterischen Teilzeitverträgen. Um über Lösungen für diese Situation zu diskutieren, hatte die Linksfraktion im Landtag Brandenburg am Dienstag Experten eingeladen. Gewerkschaftsvertreter, Personalräte aus fast allen Hochschulen des Landes und Initiativen von prekär Beschäftigten hielten mit Kritik am vorläufigen Entwurf für das neue Hochschulgesetz nicht hinter dem Berg und machten zahlreiche Vorschläge. Andreas Keller (GEW) wies z.B. auf die Möglichkeiten des Landes hin, über Hochschulverträge die Verpflichtung für eine transparente Personalplanung aufzunehmen, die oft an den Hochschulen noch fehlt. Sahra Damus von der Initiative „viadrina @ work“ forderte vor allem Verbesserungen für Lehrbeauftragte und eine stärkere Kontrolle solcher eigentlich nur ergänzenden Lehraufträge. Für Fred Albrecht, Senatsmitglied der Uni Potsdam, sind langfristige Perspektiven für Nachwuchswissenschaftler ein wichtiger Baustein, für den aber oft das Geld fehle.

Der Hochschulpolitische Sprecher der LINKEN, Peer Jürgens, nahm die vielen Anregungen und Kritikpunkte dankend auf und betonte, dass man sich derzeit mitten im Prozess der Hochschulgesetz-Novelle befinde. „DIE LINKE will gute Arbeit in der Wissenschaft und wird versuchen, möglichst viele Verbesserungen zu erreichen“, so Jürgens am Schluss der Debatte.

 

Präsentation Dr. Andreas Keller

 

Beitrag der Initiative viadrina@work