Ehrung für Verdienste um die Institutionalisierung der Rabbinerausbildung
Ehrung für Verdienste um die Institutionalisierung der Rabbinerausbildung
Es war ein historischer Tag – erstmals seit der Shoa wurde heute im Audimax der Universität Potsdam ein Studiengang für Jüdische Theologie an einer staatlichen Hochschule eröffnet. Die „School of Jewish Theology“ ist ein Kooperationsprojekt mehrerer Einrichtungen, gefördert durch den Bund und das Land Brandenburg. Damit wird die Ausbildung von Rabbiner*innen und Kantor*innen auf eine neue Stufe gehoben. Die große Zahl an Ehrengästen bei der Festveranstaltung zeugte von der großen Bedeutung dieser neuen Einrichtung.
Im Rahmen des Festaktes wurden die drei Landtagsabgeordneten Susanne Melior, Andreas Büttner und Peer Jürgens mit der Abraham-Geiger-Plakette für ihr Bemühen um die Errichtung dieser School ausgezeichnet. In seiner Dankesrede betonte Peer Jürgens dabei einerseits die Freude, die diese Gründung heute auslöst. Andererseits mahnte er, dass etwas wie das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vor 80 Jahren, mit Hilfe dessen schon bis Mitte 1934 allein in Preußen über 300 jüdische Hochschullehrer entlassen wurden, nie wieder geschehen darf.

